Morschheim: RHEINPFALZ-Maskottchen Nils Nager hat sich gestern mal auf der Baustelle des Piratenschiffes umgeschaut
Philipp ist ein Schulstrolch. Nein, keiner, der die Schule schwänzt oder dort Unfug treibt. Philipp ist in der ältesten Gruppe des Kindergartens "Die kleinen Strolche". Und weil er nächstes Jahr zur Schule kommt, ist er eben ein "Schulstrolch".

 

Gestern hatten Philipp und die anderen Schulstrolche eine spannende Aufgabe: Sie bemalten das Segel des Morschheimer Piratenschiffes.

Das wird gerade auf einer Wiese an der Selz gebaut und ist wahrscheinlich Ende Oktober fertig. Aber auch nur, weil dem Verein "Naturspur", der das Schiff geplant hat und den Bau leitet, viele große und kleine Helfer aus Morschheim zur Seite stehen. Wie Philipp. Er hat Nils gestern auch genau erklärt, wie die Kinder das Motiv für das dreieckige große Segel gefunden haben: Sie haben nämlich Bücher über Piraten angeschaut und darin zum Beispiel einen Totenschädel gefunden. Der gehört natürlich zu einem Piratenschiff. Und dann haben sie noch Säbel entdeckt: Klar, Piraten müssen ja auf den Weltmeeren kämpfen. Die Säbel sind jetzt unter dem Schädel gekreuzt. Das könnte einem Angst machen, wenn die kleinen Künstler nicht auch so lustig bunt ihre Namen auf dem Kunststoffsegel verewigt hätten.

Auch Rebecca hat ihren Namen aufs Segel geschrieben. Sie ist zwar schon 13, unterstützte gestern aber Erzieherin Nina Steuerwald bei der Arbeit mit den Kindern. Rebecca ist überhaupt eine der ganz fleißigen Mädchen, die beim Schiffbau helfen. Während die Jungs, die gestern da waren, lieber aus Abfallholz ihren eigenen kleinen Abenteuerplatz unter Bäumen anlegten.

Das Abfallholz fällt beim Schiffbau an. Auch dort wurde in den letzten Tagen viel gehämmert, genagelt und geschraubt. Jens Illichmann, der seit neun Jahren in Morschheim wohnt, nimmt sich besonders viel Zeit dafür. Gut, dass er als Lehrer gerade Herbstferien hat. Manfred Heinz ist schon älter, aber auch einer von den Morschheimern, auf die immer Verlass ist, wenn fleißig gearbeitet werden muss. Rund 200 Stunden Arbeit haben Erwachsene schon in den Bau des Abenteuer-Schiffes gesteckt.

Und da wird in den nächsten Tagen noch einiges dazu kommen: Das Heck muss mit Brettern verschlossen werden, Planken und zwei Kletterwände an Deck fehlen noch und auch die Bemalung des Schiffs. Ebenso wird ein Fallschutz um das Schiff herum gebaut, damit Piraten sich nicht wehtun.

Und natürlich muss auch das Segel der Schulstrolche noch angebracht werden. An dem wird heute weiter gemalt: Gestern war nämlich die schwarze Farbe alle. (bti)

 

Quelle: Rheinpfalz

Artikel als PDF

 wird überprüft von der Initiative-S
(c) Gemeinde Morschheim - 2017 - Best Joomla Templates