Zukunftsfähigkeit der Dörfer unter Beweis gestellt - Ergebnisse im Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" in der Region Neustadt/Wstr. liegen vor

 

Trier – Beim diesjährigen Gebietsentscheid Neustadt/Wstr. im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist die Zukunftsfähigkeit der Dörfer erneut unter Beweis gestellt worden. Das Ergebnis der diesjährigen Bereisungen gab die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dagmar Barzen, heute bekannt.

Herausragende Plätze konnten die Ortsgemeinden Klingenmünster (Landkreis Südliche Weinstraße), Waldgrehweiler (Donnersbergkreis), Walshausen (Landkreis Südwestpfalz) und Spiesheim (Landkreis Alzey-Worms) in der Hauptklasse erzielen. In der Hauptklasse nehmen die Gemeinden teil, die sich erstmalig dem Wettbewerb stellen.

Die Ortsgemeinden Wachenheim/Zellertal (Landkreis Alzey-Worms), Wackernheim (Landkreis Mainz-Bingen), Morschheim (Donnersbergkreis), Flomborn (Landkreis Alzey-Worms) und Martinshöhe (Landkreis Kaiserslautern) platzierten sich in der Sonderklasse, in der die Gemeinden zusammengefasst sind, die in früheren Jahren bereits am Gebietsentscheid teilnahmen.

Die vorgenannten Gemeinden der Region Neustadt/Wstr. nehmen somit am Landesentscheid teil, der im September startet. Die Siegergemeinden zeichnen sich besonders durch ihre Entwicklungskonzepte und –vorstellungen für die Zukunft sowie deren wirtschaftliche Initiativen aus. Von großer Bedeutung war auch das große bürgerliche Engagement. Auch wurden in den Gemeinden die sozialen und kulturellen Aktivitäten hoch bewertet.

 

Quelle und ganzer Artikel ADD Rheinlandpfalz

 

3. Platz im Gebietsentscheid Sonderklasse

 

Morschheim ist eine Ortsgemeinde mit ca. 724 Einwohnern im Donnersbergkreis und gehört zur Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Durch die Nähe zur A 63 ist Morschheim auch ein attraktiver Wohnstandort. Von Vorteil ist hierbei das Fehlen jeglichen Durchgangsverkehrs durch die Ortslage. Die ehemalige B 40 (jetzt L 401) umgeht die Ortslage. Morschheim wird eingerahmt von den Gehölzpflanzungen der L 401 im Süden und der Selz im Norden.

Im Jahre 2004 wurde die Ortsgemeinde „Investitions- und Maßnahmeschwerpunktgemeinde“ im Rahmen der Dorferneuerung. Neben den klassischen Verträgen der Dorferneuerung (Moderation, Fortschreibung und Beratungsleistungen) hat die Gemeinde verschiedene Maßnahmen während der Anerkennungszeit (2004 – 2010), z.B. Umbau Dorfgemeinschaftshaus, Neugestaltung des Dorfmittelpunktes, umgesetzt. Im Rahmen der privaten Dorferneuerung konnten über 22 ehemalige landwirtschaftlich genutzte Anwesen saniert und einer neuen Wohnnutzung zugeführt werden. Mit diesen Maßnahmen der privaten Dorferneuerung will man den zentralen Ortskern  erhalten und eine gezielte Innenentwicklung gegenüber der Schaffung eines neuen Wohnbaugebietes betreiben. Dieses Vorhaben wird von den Morschheimer Bürgern im Rahmen des Zukunftsentwicklungskonzeptes mitgetragen. Die innerörtliche Baustruktur bildet einen gewachsenen Kern, den man so für die Zukunft erhalten will. 

Gegenwärtig wird unter großer Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Bürgerinnen und Bürger die Dorferneuerungsmaßnahme „Spiel- und Raststation am Wasserhaus“ durchgeführt. Hier werden Spiel- und Naturstationen mit Weidentunnel, Barfußpfad, Heckenlabyrinth und einem sogenannten "Neugeborenenwald" angelegt. Im Rahmen der Flurbereinigung wurden großzügig Vernetzungsstreifen ausgewiesen, die mit Bäumen und Hecken bepflanzt, und somit die vorgenannte Maßnahme im Umfeld ergänzt.

Rund 100 freiwillige Helfer, davon über 30 Kinder haben in ca. 2000 Arbeitsstunden den ehemaligen Pfarrgarten in den „Morschheimer Bürgergarten“ umgestaltet, in dem rund 40 verschiedene Heil- und Küchenkräuter sowie typische Bauerngartenblumen unter altem Baumbestand zum Schauen und Genießen einladen. Vorbei an diesem Garten führt der Morschheimer Geschichtsweg, der zusammen mit den Geschichtswegen der Ortsgemeinden Orbis und Mauchenheim den Geschichtsweg Pfalz-Rheinhessen bildet und interessierte Besucher mit auf eine Reise durch die vergangenen Jahrhunderte nimmt. Diese Maßnahme wurde als überregionales Projekt von ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger mitentwickelt.  Besonders hervorzuheben ist auch das Engagement der Ortsgemeinde bei der Erhaltung und Entwicklung natürlicher Landschaftselemente. So wurde im Selztal und "Am Honigberg" eine Vielzahl von entsprechenden Maßnahmen realisiert. Insbesondere sind hier die Anlage von Bachrandstreifen, die Pflege von Magerwiesen und die Anlage von Streuobstwiesen zu nennen. Gemeinsam mit der Verbandsgemeinde ist es gelungen Randstreifen für die renaturierte Selz fast durchgängig zu erwerben.

 

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