Morschheimer_Karte_1716

Aus der Geschichte von Morschheim

Aus dem Namen Morschheim lässt sich schließen, dass der Ort im 6.Jahrhundert durch die Franken gegründet wurde.

Die sehr fruchtbare Dorfgemarkung (652 ha) war in älterer Zeit sicher mit ein Grund dafür, dass neben den deutschen Königen auch die Herren von Bolanden mit Eigenbesitz und Lehensgütern die Hauptgrundherren waren. Aber auch die geistlichen Niederlassungen, so die Klöster Sion (bei Mauchenheim), Rothenkirchen und Marienthal (bei Rockenhausen), hatten erheblichen Grundbesitz in Morschheim.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Siedlung im Jahre 1157 (Morscheym). Die reichen Ritter und nachmaligen Junker von Morschheim, die seit 1194 nachgewiesen sind, hatten neben nassauischen und pfälzischen Lehen erheblichen Grundbesitz.

Der älteste noch bestehende Teil des Ortes ist der Kirchturm aus dem 13.Jahrhundert, neben dem sich vor der Reformation die Katharinenkapelle des ehemaligen Klosters Sion befand.

Die Besitzungen der Herren von Bolanden erbten 1393 die Grafen von Nassau-Saarbrücken, die dann im Jahr 1614 an die nassauische Herrschaft in Kirchheim fielen.

Im späten 17. Jahrhundert erbten die Freiherren von Steinkallenfels das Besitztum der Junker von Morschheim. Da sie zu schweren Abgaben herangezogen wurden, lagen die Bauern stets im Streit mit dem Freiherrn von Steinkallenfals und mit dem Kloster Sion.

Unterhalb der Kirche stand bis 1820 das Morschheimer Wasserschloss, der Stammsitz der von Morsheimer, später der Steincallenfelser und der von Gagern. Die Abhängigkeit der Morschheimer Untertanen endete 1794 mit der Besitznahme Napoleons im Zuge der Französischen Revolution. 1814 bis zur Gründung der Bundesrepublik gehörte Morschheim zum Königreich Bayern.

Besitznachfolger waren die Freiherren von Gagern (von-Gagern-Straße), die ihre Begräbnisstätte in der Kirche haben.

Mit den Jahrhunderten wanderte das Dorf immer näher an die Kaiserstraße, der wichtigen Verbindung zur „großen, weiten Welt". Ursprünglich lag Morschheim tiefer im Tal, auf dem „Gemauerten Äcker" und an der Selzbach. Dass hier aber schon vorher gesiedelt wurde, zeigen die Römervilla und der Römerbrunnen sowie die Funde aus der Keltenzeit. Die meisten alten Häuser im heutigen Morschheim stammen vom Anfang des 18. Jahrhunderts, denn die Ortschaft war im Dreißigjährigen Krieg und dem Französischen Erbfolgekrieg zweimal vollständig zerstört.

Falls Sie noch mehr über die Geschichte Morschheims wissen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns, dem Arbeitskreis Geschichte, in Verbindung.

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